“Selten wird ein Bahnhof neu gebaut”

Gesehen bei Beck a Beck Sontheim

Heinz Surek über den Sinneswandel der politischen Klasse in Laichingen und das “Bündnis Alb-Bahnhof” das er an 2013 mitgeschmiedet hat.

“Das Leben ist wie ein Fahrrad.Man muss sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.”

Dieses Zitat leitet eine Ausgabe des Stuttgart 21 Projektmagazins “Bezug” von 2015 ein. Danach konstatiert der Artikel bei dem Großprojekt, dass mittelbar auch den,am Wochende von 9.12-11.12.22 unter anderem von den beiden Winfrieds, Winfried Kretschmann und dem baden-württembergischen Landesverkehrsminister Winfried Hermann eingeweihten Merklinger Bahnhof ermöglicht hat.

Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf(Erich Honecker)

Soweit könnte Heinz Surek mitgehen, dass es bei dem Projekt aber nicht um Fahrräder ginge, sondern nur um Rädchen, die ineinander laufen, lehnt er ab.Denn wären er und sein,den Besuch Winfried Herrmanns reportierender Sohn Florian, damals 2013 beim Albdurchbruch am Steinbühltunnel bei Widderstall nicht geistesgegenwärtig, informiert und tatkräftig gewesen, dann gäbe es den Bahnhof in Merklingen heute nicht.

Wissen ist Macht und Macht hat man nur gemeinsam

2008, so der langjährige Laichinger Gemeinderat, der damals im Kreistag des Alb-Donau-Kreises saß, hatte die Laichinger politische Elite, beim Planfeststellungsverfahren für die Bahn-Neubaustrecke Wendlingen-Ulm ihre Ansprüche nicht geltend gemacht. Der Realschullehrer und Eisenbahnkenner Surek, dessen Sohn heute im Verkehrsministerium in Stuttgart sitzt, hatte bei der Schilderung des Landesverkehrsministers welche ICE’s hier einmal schnurstracks an der Laichinger-Alb vorbeirauschen werden, eine Idee.Könnten hier nicht auch EC’s fahren und in Laichingen, wo es noch bis in die 60er Jahre noch einen Bahnhof gab halten. Während Florian Minister Herrmann interviewte intervenierte der alte SPD-Mann und sieh da, der Grüne zeigte sich angetan. Ohne die damalige SPD-Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis wäre der rote Antrag aber bei CDU’lern wie dem Landrat Karl Traub, der mit Surek im Kreistag saß und Annette Schavan keine Ressonanz gehabt.

Bündnispolitik mit Klaus Kaufmann und den Grünen

Landrat Scheffold wird auch anwesend sein

Der Antrag auf eine Anbindung der Laichinger Alb wurde also stattgegeben und dann ging alles ganz schnell. 2014 gründete der neue Laichinger Bürgermeister Klaus Kaufmann, den Zweckverband Region Schwäbische Alb, mit der Idee eines Interkommunalen Industriegebietes in Merklingen und nach und nach gesellten sich Mitstreiter aus anderen Gemeinden, anfangs lange acht dazu. Mit rhetorischem Augenzwinkern meint der Mann,der mich für ein Studium der Redekunst bei Walter Jens begeisterte:

“Alles was das Großprojekt S 21 falsch gemacht hat haben wir mit dem Alb-Bahnhof Merklingen richtig gemacht”

Sogar dem Bahnchef Huber stimmt er zu, der im Interview mit der Süd-West-Presse meint:” die vier Milliarden für die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm seien gut investiert, darüber könnte man mit mir lange diskutieren, gut dass ihn gerade seine Frau Gabriele vom Telefon wegzieht. Die Bahn kommt. Das erste Mal nach Merklingen am Sonntag um 7.39 Uhr. Ich habe gar nicht mehr die Zeit meinem Ex-Geschichtslehrer und Sozialdemokrsten die rituelle Frage ” Wer hat uns verraten?”, zu beantworten. Wir sehen uns beim kostenlosen Mittagessen, wir nennen das Küfa für alle im Festzelt am Bahnhof ab 12 Uhr am 9.12.22.

Die Bahn kommt…auch in Ulm.

Daniel Baz,Sontheim, 08.12.22