Neumondszucker

“Diejenigen, die ihren Besitz bei Nacht und Tag, heimlich oder öffentlich ausgeben, haben ihren Lohn bei ihrem Herrn, und keine Furcht soll sie überkommen, noch werden sie traurig sein.”

(Koran,Sure 2, genannt Al Baquara(die Kuh)

Gestern war für christlich geprägte Menschen Christi Himmelfahrt für volkstümlich geprägte Vatertag und für islamische hat mit dem Ende des Ramadan am 13.Mai das dreitägige Fastenbrechfest begonnen.Der Ramadan beginnt mit der Sichtung des Neumondes und endet an Neumond. Da es um dem Dalai Lama beizupflichten gut ist einmal am Tag etwas zu tun was man noch nie getan hat. Und gerade ja durch die Transformationskrisen unserer Kultur auch Zeit wäre, weise ich anlässlich des Anbrechens des Endes dieser islamischen Besinnungsperiode nochmals auf meine Koranlesereise im Jahre 2018 hin, ich hatte damals schon die inneren Reisen präferiert.

Eine historischer Rezeptvorschlag:

https://derweiserabe.wordpress.com/2018/06/22/postramadanisches-porridge/

Ramadan mubarak(arabisch) Frohes Zuckerfest: bairam mübarek olsun(türkisch)

Vater

Vater du fehlst mir
nicht dein Sockel dein Thron

Vater du fehltest mir früher
als ich alleine war und schwach
Mütter ihr wart in der Mehrzahl
heute regnet es rein in mein Dach

Alle mussten so stark sein
ihre Kinder ließen sie schwach
ich will dir an deinem Tag nicht arg
sein du Mann von Welt und Fach

Ich kann heute weinen
und weine mit meiner Freundin mit
Denn so mancher Tropfen
der durch mein Dach dringt
übersetzte sich für sie
in einen Magentritt

Vater du fehlst mir heute
nicht dein Sockel dein Thron
Du schufst ein Haus für die Zukunft
und die verlorenen Söhne
wollten nicht darin wohn

Vater du stehst noch
und fehltest noch
in Sibirien ein Wüstensohn

Jetzt kämpfen sie ums Mutterhaus
und wandern ein und wandern aus
und finden keinen Frieden

Und du bist mild geworden
durch Krankheit, Alter, Über-Ich
Die Väter-Sprache ist
uns Brück und Schild geworden: versöhniglich

Vater du fehlst mir weil ich allein bin
und doch sieht man dich durch mich

Und müsstest du sterben dann
würd ich dich leben denn
ein Vater unsrer Sprache
starb in die Sehnsucht nach mehr Licht

(Dani, Vatertag 13.05.21)

P.S: Wer es verantworten kann kann es Andi weiterschicken, ich habe ihn nach kurzem Überlegen wieder aus dem Verteiler genommen.

Sophie Scholl

100 Jahre Verantwortung und Freiheit

Bericht von der Gedenkveranstaltung der Stadt Ulm

Ich lebe mein Leben in sich weitenden Ringen

die sich über die Dinge ziehn.

Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,

aber versuchen will ich ihn.

(Rainer Maria Rilke)

Viele historische Geburtstage gibt es dieser Tage. Nur zwei Beispiele Sophie Scholl wäre am 09.05.21 100 Jahre geworden, Joseph Beuys am 12.05.21. Die widerständige Studentin und der provokative Politkünstler, beides Menschen die die Deutsche Nachkriegsgeschichte geprägt haben. Beuys als Aktivist für mehr Demokratie, Ganzheitlichkeit und Kunst, Scholl als des junges Gesicht des antifaschistischen Widerstandes. Beide werden gegenwärtig wieder entdeckt im Ringen um eine Kulturtransformation welche Nachhaltigkeit und Wachstum in Freiheit zu verbinden vermag. Sicherlich auch eine hohe Kunst.

Die Familie Scholl ist 1934 nach Ulm gekommen. Ulm hatte schon seit dem Mittelalter einen Rat der Patrizier, den man als Vorläufer der Demokratie sehen kann, das Titelbild dieses Berichtes hängt im Ratskeller des historischen Ulmer Rathauses. Das Ulmer Theater gilt als das älteste Tehater Deutschlands und Friedrich Schiller, ein Protagonist der theatralisch repräsentativen Demokratie hat Sophie und mehr noch ihren Vater Robert der nach dem Krieg Bürgermeister von Ulm wurde geprägt. Von hieraus wird der Vortrag ohne Publikum übertragen.Das Bedürfnis des Menschen nach Freiheit,Verbundenheit und Mitbestimmung hat der Dichter in den schönen Ausspruch gegossen:

“Der Mensch ist nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch wo er spielt”

Barbara Beuys über Sophie Scholls Erziehung

Barbara Beuys hat 2010, die bisher umfangreichste Biographie Sophie Scholls geschrieben und deshalb wollte sie nichts über die bereits bekannten letzten Tage im Ringen mit den Gestapo-Verhörern im Müncher Gefängnis erzählen. Vielmehr erinnert die Historikerin eingangs an den 01.09.1945 wo der totale Krieg nach Außen und Innen durch die Unterschrift eines Wehrmachtsgenerals in Berlin formal beendet wurde.86 Jahre ist das her. 86 Jahre hätte Sophie Scholl, diese liebenswürdige, aufmüpfige und lebensfrohe junge Frau auch werden können, wie so viele andere ist sie aber jung gestorben, allerdings nicht wie die meisten Soldaten im Kampf für das Vaterland, sondern im Widerstand dagegen. Im vor dem Vortrag aus der Martin-Luther-Kirche gestreamten Gottesdienst Scholl zu ehren wurde noch bedrückend, und doch erfüllt von innerster Kraft einer Christin, aus den Geburtstagsgrüßen zum 20. von ihrer Mutter gelesen. “Ich wünsche dir die Fülle des Glückes, der Hoffnung, des Schönen.”Im Podium nach dem Vortrag wurde aber klar: Sophie Scholl wurde außerhalb der “warmen Kreise”, die um Inge Scholl und Ottl Aicher die ebenso widerborstige Hochschule für Gestaltung in den 50ern aufbauten, in Ulm keineswegs verehrt. Gerade deshalb ist es in Zeiten wo die Schatten einer zutiefst normal gewordenen atomistischen Lebenskultur uns auf die Füße zu fallen drohen wichtig, sich das Lebensbild der zweifelnden naturnah lebensfrohen Sophie genau anzuschauen. Was führte zu der manchmal fast traumwandlerisch anmutenden Selbstsicherheit der jungen Philosophiestudentin Sophie Scholl?

Was ich bezweckte, war die Weckung der studentischen Kreise, nicht durch eine Organisation, sondern durch das schlichte Wort, nicht zu einem Akt der Gewalt, sondern zur Einsicht in bestehende schwere Schäden des politischen Lebens(Kurt Huber, die Weiße Rose)

Im Kern sind es in meiner Sicht Vorbilder; dass einer Familie wie derer der Scholls, die Beuys, als warmen Kreis bezeichnete, der die Kinder zu selbstbewussten Menschen heranzubilden ermöglichte, mit Rückgrat und doch kommunikationsoffen. Ob der heute für die ÖDP engagierte Scholl-Neffe Julian Aicher auch so mit Flrian Aicher umgeht? Wie fehlt das doch heute: die warmherzige, wertschätzende Kommunikation zwischeneinander, gerade bei Streitthemen? In dem Theaterstück “Es lebe die Freiheit” zu Ehren ihres Bruders Hans kommt die verletzungsoffene manchmal verletzende Weltoffenheit und Sehnsucht zum Tragen welche die Nazis als entartet verfolgten(https://derweiserabe.wordpress.com/2018/10/14/es-lebe-die-freiheit/).
Zwischen dem “Evangelium der Freiheit Schillers”- als geistige Mitgift des Vaters Robert und dem “fröhlichen Gottesglauben” der Mutter entstand eine demokratische Kultur, die selbst gegen den Willen des Vaters die für HJ und BDM entbrannten Kinder gewähren lies. Hier waren Konflikte nichts spaltendes, sondern Widersprüche und verschiedene Positionen konnten am Mittagstisch der Scholls ausgehalten und für alle bereichernd ausdiskuttiert werden. Und so gelobte Sophie dann auch tragischer Weise einem höheren weltlichen Führer als Ihren Vater die unverbrüchliche Treue:Adolf Hitler.Einige bittere Erfahrungen mit dem großen Reich später wird ein sehr christlich motiviertes Flugblatt der Weißen Rose sagen: “Man muss das Böse in seiner größten Macht angreifen. Und seine größte Macht ist Hitler.” Als Scharführerin kurz vor dem Krieg aber beherzigte sie noch den Leitsatz des Bundes Deutscher Mädels, kurz BDM : “Stark und stolz zu grade um Streber oder Duckmäuser zu sein”
Gaben doch die Führer des Nationalsozialismus Sophies Werte Freiheit und Sozialismus auch als die ihrigen an.

Und handeln sollst du so , als hinge

von dir und deinem Tun allein

Das Schicksal ab der deutschen Dinge,

Und die Verantwortung wär´ dein.

(Johann Gottlieb Fichte)


Doch Treue, so zitiert ihre Schwester Inge ihren großen Bruder Hans in ihrem Buch “Die Weiße Rose”, habe doch ihren Grundstein in der Treue zu sich selbst. So sah die junge Wissenschaftler in Bachs fordernden Partituren ihren größten Lehrerin. So enddeckte sie das Reich der geschlechtlichen Liebe. So las Sophie den “großen Liebenden” Rilke am Lagerfeuer und rauchte ganz gegen die NS-Vorgaben mit ihrer heute fast ikonisch gewordenen Kurzhaarfrisur.Auf der Suche nach Gott in Ihr und großen Idealen für die es sich zu leben lohnt war sie inmitten einer atheistischen Nation deren Führung anderes im Schilde führte . Ihrem Freund Fritz Hartnagel schriebt die 17 Jährige, auf seine Schilderungen von der Front in Polen, laut Barbara Beuys:


“Ich kann es nicht begreifen das dauernd Menschen von anderen in Bedrängnis gebracht werden, sah nicht es ist für´s Vaterland.”

“Sie haben uns uniformiert, revolutioniert, und narkotisiert…” heißt es in einem Flugblatt, den Sophie und Hans waren beide den NS-Jugendorganisationen und ihrer Adaption alter nicht national-sozialistischer Jugendorganisationen auf den Leim gegegangen. 1941 fahren die beiden zum ersten Mal nach Stuttgart um Flugblätter im Gepäck.Von nun an beginnt die Laufbahn, die einerseits zu ihrem viel zu frühen Tod, andererseits zu unserem Gedenken an die tapfere Außenseiterin im Zeitalter der Exteme führte.”Diese Freiheit war eine Lüge, der erzwungene Krieg lies niemand eine Wahl” das spürt sie schon beim ihr vom uniformierten Kollektiv aufgezwungen Reichsarbeitsdienst.
Ab Mai 1942 schreibt sie sich an der Ludwig Maximilians Universität in München für Bio und Philosophie ein.Das passe zu ihr, so Beuys. Einerseits eine Orientierung an den Dingen wie sie faktisch sind und gesehen werden(Bio) und andererseits eine tiefschürfende sprirituelle Wahrheitssuche.
Aus der theatralen  Abschlussszene könnte man noch hinzufügen, weil es ohne Wahrheit kein Glück gibt.

Wahrhafte Anarchie ist das Zeugungselement der Religion.Aus der Vernichtung alles Positiven hebt sie ihr glorreiches Haupt als eine neue Weltenstifterin empor…Wenn Europa wieder erwachen wollte, wenn ein Staat der Staaten, eine politische Wissenschaftslehre uns bevorstände! Sollte etwa die Hierarchie…das Prinzip des Staatenvereins sein?

(Novalis, zititiert nach Flugblatt IV, Die Weiße Rose)

Die warmen Kreise der Gewissensgemeinschaft

                                           

Es scheint genau jene Gemeinschaft von Andersartigen, “selbst-denkend” und “selbst-wertend” und in der Tiefe Verbundenen, die um Sophie Scholl in ihrer Familie und weit darüber hinaus einen warmen Kreis zog. Joseph Beuys war er es der mit seinem Begriff der Wärmefelder darauf hinwies, das Wärme und Kälte grundsätzliche soziale Bildekräfte seien und der mit seiner ökologischen Kunst die Grenzen zwischen Kunst, Philosopie, Politik und Aktion in wärmebildenden Prozessen niederzureißen trachtete.
Und dieser lebendige Geist ist es der Katja Raiff von Fridays for Future, die Joseph Beuys und seine denkerische Vorarbeit vielleicht noch gar nicht kennt, begeistert.Von den Queerdenkern, die mit zwei negativen Bezügen von Barbara Beuys und des nachfolgenden Podiums trotzdem die Gedenkveranstaltung umrahmten, war niemand eingeladen worden. Freidenker ist auch eine schönere Bezeichnung. Auch die Fehlerhaftigkeit und die daraus resultierende Lernfähigkeit und hinter allem der Mut, der die junge Ulmerin damals wohl motivierte inspiriere Katja Raiff den Konsequenzen der atomistisch-konsumistischen Lebensform entgegenzutreten.


Freiheit meint sie, hätten wir ja schon, sie wolle für soziale Gerechtigkeit kämpfen. “Nicht abseits stehen, weil es abseits kein Glück gibt”(…)meint die Sophie in der abschließenden Theaterszene. Es wäre interessant ob sie das und wenn ja, in welchem Kontext gesagt hat. Ich erinnere mich da eher an die Stelle in Inges Buch, wo Sophie Hans nach einem langen Monolog sinngemäß sagt “Du stellst nur die großen Worte für dein unsicheres Fühlen.” So empfand ich zumindest das Abschlussplädoyer der Historikerin Beuys, wo sie sagte von Sophie Scholl könne man lernen das Gehirn zum Denken zu gebrauchen, ohne Angst vor Gefühlen und falschen Mythen überrannt zu werden.Das glaube ich nicht, denn Sophie hat sich nach meinem Empfinden dem ganzen Menschen in ihr hingegeben. Das was man mit den Worten, Wahrheit,Liebe,Licht, Gewissen, Gott und Sehnsucht umschreiben kann. Denn oft stand sie im Bangen und dem Verzweifeln nahen zweifelnd, nur ganz zuletzt aber stand sie allein und nahm das Urteil an im Wissen richtig gehandelt zu haben. Genau so wie ihr philosophischer Freund der Philosophie- und Psychologieprofessor Kurt Huber.Das Ihnen niemand helfen konnte bewegt uns heute. Von Joseph Beuys können wir lernen das der geistige Pol den Bewegungspol braucht, wie die Kälte die Wärme und in diesem Spannungsfeld könnten wir einander Wärme spenden, auch wenn wir jeder für sich grundlegend anders sind: gemeinsam. Im Film Sophie Scholl, Die letzten Tage, von Mrc Rothemund(2005) entsteht kurz vor der Hinrichtung als Christoph, Hans und Sophie sich das letzte Mal umarmen diese Atmosphäre des seelisch gelassenen geistigen Christentums: “Keiner hat größere Liebe als der, welcher sein Leben gibt für seine Freunde” spricht er wie in einer höheren Einheit mit ihr befindlich Sophie zu. 

Ich lebe mein Leben in sich weitenden Ringen,

die sich über die Dinge ziehn

Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,

aber versuchen will ich ihn.

Rainer Maria Rilke

Man sieht sich

Du magst diejenigen vergessen, mit denen du gelacht, nie aber die mit denen du geweint hast“(Gibran)

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Frauen und Männer sehen anders aus und ein,

und aus sieht man immer irgendwie,

doch wie ein?

Wenn Mann gern fährt und schnell fährt,

und fühlt sich sweat, sieht er nicht ein weil er führt,

dass er Sie nur noch im Rückspiegel sieht

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Und sie sieht gut aus und hat was dafür gemacht

so zog sie das Leben an

und hat es gestern mit Ihm gemacht

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Jetzt sieht er sie im Rückspiegel und sieht nicht ein

Warum muss das Bild so schnell wieder vorüber sein

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Sie fährt langsam und leuchtet vor Leben,

dann erschrickt sie , denn er schreibt ihr:

“Es war ein Mal, nur einmal, einmalig wie das Leben”



Jetzt schaun sie beide alt aus….

Aus sieht man immer irgendwie

doch wie ein?

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Er gedenkt mal zu hupen

sie denkt nicht sie weint

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Frauen und Männer sehen anders nicht ein.

.

Ich sehne mich das er sie sieht,

dieses abgetrennte, fließende, sehnsüchtige Gebiet

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Ich sehne mich das Sie ihn sähe

seine vorschnelle Sehnsucht entfernte

in tränenwarme Nähe

(Alienus im verregneten Mai)

78

789 vollkommen achtsam und neu

Ein Leu aus dem Hause Froh und Freu

Und dann wieder nichts was MAN brauchen kann

glutende Asche die MAN nicht ungestraft verhauchen kann

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So viele Seelen angerissen als Kind und Leu

wolltest du davon noch nichts wissen

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Du kriegtest Krieg, weil der Löwe das Sollen ablehnt

und du trägst noch die Narben-

Doch hast du den Weltrahmen wirklich gedehnt?

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Wurdest kein rechter Jäger, doch ein Sammler,

ein Hobo im hobbesschen Naturzustand

doch kein Türenverrammler

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Du hütetest einen Schatz ohne Schloss

in einem Bunker ohne Ruhe,

du sehnstest dich nach Bruderschaft,

doch deine Sachen wurden weggeschafft

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Jetzt ist es bald Mai und die Luft ist frisch und silbern

und macht die Sinne frei

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Doch wenn sie frei sind dann sind sie verrückt

Der Atomknopf für Vertrauensverhältnisse

scheint so gut wie gedrückt

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9 ist die Sehnsucht die zu den Bergen blickt

Ohne Freunde und Proviant, ohne Ausweis von deinem Land

Unberührbar weil ungeduscht

und von Gott durch Menschen heimgesucht

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Die 7 ist vollkommen, bereit zu entwirren

Auch wenn die Pfeile der Gesellschaft der Normalen schon wieder schwirren

Ja die Sehnsucht bringt im Willen zur Macht

Im ewigen Kreislauf der 8 von Oben nach unten Licht in die Nacht

Und Kontur in das Licht… Guter Schlaf sehnt Morgenröthe-

39 Jahre Ich


AGENDA 2030

“Sanft ruht die Gewohnheit der Macht auf der Macht der Gewohnheit”(Klospruch Hans Magnus Enzenberger zugeschrieben)

Exportweltmeister ruht auf dem Niedriglohnsektor auf

Und der kleine Mann-ganz groß- haut auf die Hartz 4 Asis drauf

Die Sonne lacht über alle und der Mond nimmt seinen Lauf

da macht sich ein Verlierer Richtung Wälder auf

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Das Herz will nicht mehr lachen,

keine Schwarten mehr zum krachen,

Er will jetzt sterben oder schlafen

nur nicht so weiter machen

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Er wacht um 4 Uhr morgens auf

spürt die Kälte in den Sachen,

dann schaut er leis zu Himmel auf

weinendes Lachen

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Es gibt nichts zu tun und es ist heilsam

Es gibt nichts zu tun: einsam und verweilsam

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Er ging der Arbeit nicht mehr nach

lies sich aber gerne

finden wie die Sterne…

und fand so den Weg, Mond und Sterne zu verbinden

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Er starb fortan nicht mehr,

war nur am Aufgehn und verschwinden.

(Alienus,24.04.21)

Auf dem Weg nach Berlin?

Über 100 Menschen auf Laichinger Montagsdemonstrationen

Auf dem Laichinger Marktplatz und bundesweit finden schon seit letzten Sommer jeden Montag Kundgebungen statt, die sich gegen die Corona-Politik der Bundes- und Landesregierung richten.
Ein Tierarzt der auf der Demo in Laichingen war, meint gerade sei es vor allem wegen der Einschränkungen des Versammlungsrechts draußen notwendig am Mittwoch auch in Berlin zu demonstrieren, wenn dort über eine Novelle des bundesweiten Infektionsschutzgesetzes entschieden würde.
Donnerstag 22.04: Trotz weitreichender Kritik der Ministerpräsidenten im Bundesrat, der dem Gesetzesentwurf, welcher gestern im Bundestag nach regen Debatten und begleitet von Demonstrationen in Berlin verabschiedet wurde, stimmt der Bundesrat ohne den Vermittlungsausschuss anzurufen dem Gesetz zu. Der Bundesratspräsident beendet sein Plädoyer mit Bedauern über die Beendigung vieler hilfreicher Modelprojekte, Stichwort Tübingen oder Rostock mit den bewegenden und nachdenklich machenden Worten:

Dieses Gesetz bezeichnet einen Tiefpunkt der föderalen Kultur”

mit dem Egoismus und durch technisch hergestellte Anonymität bemäntelte Kommunikation sind die soziale Tendenz
                     

Trotzdem: Kommunikation ist das Herz der offenen Gesellschaft

Am Montag den 19.04 habe ich den Organisator der “Mahnwache” gegenüber auf der DeLai-Demo getroffen. Er erklärte mir, er habe damals die Rede von diesem Langhans hier auf dem Marktpaltz gehört, der dort Impfungen und Eugeniker ohne Abgrenzung zusammengebracht habe. Außerdem seien in manchen Reden rassistische Tendenzen, zum Beispiel in der Diskriminierung von Muslimen, wegen ihrer relgiösen Sonderrecht gefallen.
Er habe Angst gehabt, das das Format umkippe, was ja, er blickte zufriedengen Redner,
zum Glück nicht geschehen sei. Trotzdem freue er sich über von ihm inizierte Mahnwache bei der Albanskirche, denn dort hätten gerade vorher 19 Leute miteinander über ihre Sorgen, Hoffnungen und Beschwerden in dieser besonderen Situation gesprochen. Die Form des Gespräches auf Augenhöhe, sei ihm ganz wichtig in dieser Zeit.

Wer kein Ohr für Andersartige hat, dieses ist leider auch nicht mehr aufzufinden, deshalb muss es als Eigenkreation im Land der Datenleichen nach Augen suchen

Abwägungen zwischen Freiheit und Sicherheit

Von dieser Einschätzung in ihrer Menschlichkeit und klugen Besonnenheit beeidruckt
realisierte ich erst wer da am Mikrofon so klar und einfühlsam, doch aber mit scharfem Verstand sprach: Sigrun Seiboth Mack,einst meine Lehrerin an der hiesigen Anne-Frank-Realschule.
Leider habe ich den ersten Teil nicht mitgeschrieben,es ging aber in ihrer Reflexion über die massenmedial übertragene Gedenkstunde für die Corona-Toten in der Bundesrepublik am Vortag.
Sie thematisierte unser gestörtes, tabuisierendes Verhältnis zum Tod und die Kultur der Machbarkeit und Angst, die zu dem Maßnahmenexzess führe. Unverstellt stellte sie den circa 80 Anwesenden die Frage: 80000 Menschen sind gestorben, dass sind 0,1 Prozent der Bevölkerung, rechtfertigt das ein ganzes Land zu Grunde zu richten? Darüber gebe es keine öffentlichen Debatten, nicht im Bundestag, nicht in den Medien, nirgends.
Großer Applaus, wobei man sagen muss, dass man meines Eachtens aus Anstand, wenn es um das Leiden und Sterben auch nur eines Mitmenschen geht sehr dosiert mit parteischem Jubel umgehen sollte.
Denn es ist ja auch alles andere als sicher wie die globale Gesundheitskrise weiter gehen wird.
Sicher ist, auf dieser Kundgebung gab es sehr gut informierte Redner, die ein Herzensanliegen hatten, das man vielleicht mit dem Spruchband links andeuten kann: Grundrechte sind nicht verhandelbar.

Corona-Realisten: Angst verhindert nicht den Tod sondern das Leben

Die Demo-Mitorganisatorin Steffi meinte, die Leute müssten sich für Beiträge am Mikro ab jetzt anmelden, da es sonst zu lang würde. Stichwort:Ausgangssperre ab 21:00Uhr. Peggy die nächste Rednerin war sichtlich angetan von dem qualifizierten und streitbaren Vortrag der Lehrerin. Sie sprach nun glaubwürdig in der Wir-Form, sie sei eine ganz normale Mutter, die Angst um ihre Kinder habe, keine Corona-Leugnerin, sondern eine Realistin die die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen anzweifle. Die Maßnahmen seien nach dem Motto: Viel hilft viel und wehrten mit Schaum vor dem Mund alles ab was mit Eigenverantwortung zu tun habe. In den letzten Jahren sei das Krankenhauspersonal wegrationalisiert, Intensivbetten gestrichen und 20 Krankenhäuser geschlossen worden und nun würde uns mit der Überlastung des Gesundheitssystems gedroht. Andere Länder gingen einen mutigeren Weg und dort gebe es auch kein Chaos. Wenn man kein Argument mehr habe bringe man die Bilder aus Bergamo mit den Leichenwägen. Diskussion beendet. Auch sie kam auf den Umgang mit dem Tod zurück. Die deutschen Corona-Toten seien im Durchschnitt 84 Jahre alt, dass sei einige Jahre Älter als die durchschnittliche Streberate. Ihr Statement: “Der verzweifelte Versuch das Leben der Alten noch um ein paar Monate zu verlängert hat mit Würde nichts zu tun.”
Immer zu würde Solidarität eingefordert, Solidarität sei aber kein Einbahnstraße, wo sei denn die Solidarität der Politik mit anderen Gruppen wie beipielsweise Behinderten oder Geringverdienern?
Auch Peggy tendierte in die Richtung von Seiboth Mack, das Land werde durch den überzogenen Gesundheitsschutz zugrunde gerichtet. Angst verhindere nicht den Tod, sondern das Leben.Man bräuchte wieder mehr Normale also:

Eltern, die sich schützend vor ihre Kinder stellen
Kinder die ihre Eltern vor Vereinsamung bewahren wollen
Leute die Angst um Lebensunterhalt und Zukunft haben
Leute die Kollateralschäden nicht ausblenden wollen
Leute die ihren gesunden Menschenverstand benutzen
Leute die Statistiken lesen können

AN DANTE

2021-Dante Alighieri wird 700

(BILD, FLORENZ, JENNIFER RÖSCH)

“Mit Ähnlichem sind Ähnliche gepaart…”

(DANTE ALIGHIERI, DIE GÖTTLICHE KOMÖDIE, ERSTER TEIL, DIE HÖLLE, 9.Gesang, vorletzter Vers 130ste Zeile, übersetzt von Karl Friedrich Adolf Konrad Bartsch, revidiert von F.E.W.Vogel zu Leipzig anno 1877, Ausgabe mit Zeichnungen von Sandro Botticelli, erschienen im Marix Verlag, 2010)

Dante Alighieri gestorben in Florenz anno Domini 1321

Capitano del Popolo 2021?

Herz-Jesu-Sonntag anno 2021

im Dome zu Köln

EINSTIMMIG: Gotteslob: 194 Halleluja

Ruhig Blut im Superwahljahr als Ego-Supertanker

bei Ölinflation

Es war doch gut billig zu tanken für die eigenen Feuer

die Industrie ist ja von 1-4.0 das Ungeheuer

Rathaus:Stuttgart 21, Rothhaus: random Bürgerräte Rasthaus Freiburg:

Geht raus und nehmt

die die es friert mit nach Haus ins Unzuhause

Freiburg ist 901 und das 911er-Team auf Sicht fein raus

Ein Rheinländer tritt für die CDU .. ? und DU?

Nur aus der Kirche aus? Oder Domradio

Andante Hamburger-Schule und gebildeter Kanditat der alten Tante

Liebesbriefe an die Menschheit:

Rosa Flora schreib an Dante,

andante Dunkelrote, es gab und gibt schon genügend Tote

2021 ist Dante-Jahr sein Vater Kaufmann er Dichter

Mein Kandidat ist Zimmermann, mein Lieblingsanwalt Richter

Florentiner auf genueser Schiffen,

Ravenna, Ravensburg

ich liebe ES- Herz Jesu Kirche Freiburg

die Linke-Esslingen in Mannschaftsstärke nach Leinfelden-Echterdingen

zum nächsten Bundesparteitag der geflügelten LINKEN.n mitzubringen

Herre und Frouwe

Team 77 und 0711 wie geil es auch vor “Zu elektrisch war”

es stet seit vier- bis siebenhundert Jahren geschrieben

in Armut und Erfahrung, Joseph, Jesus, Benjamin

im Tod des Vergil, in Ovidś Metamorphosen

im Beatricen, Donna Lauren lieben

Cannstatter Kurven machten mit klare Kante klar

das die alte Tante mit euch einsam war

Kuhn Fritzens heidelberger Überheblichkeit macht es nicht nur dem dürren Thomas klar

das die siebte Sphäre erst gut ist wenn man auch mit Eigenraum und Gemeinsinnschon im siebten Himmel war.

Der weiße Hirte mit dem Kanten

fragte wohl FEGEFEUER vergessen?

selbst beim Häuten der Zwiebel von Grass und mit linken EURO-BONDs

bringt es dir nix wenn wenn du nur weißt wer in der Langhans-Straße einst ge-wohnt

Als er nach Stuttgart musste platzen

(Der Erz-Engel-Michael im 100% bürgerfinanzierten Ulmer Münster(unterblichtet weil nur vom Insta-Account der Rösch, geborene ….)

und auch im 90igsten Hundejahr

wird es mir, bei meinem Porschezentrum

Augsburg-Schirme klar

das Maxi unser Lämmlein war

Und dann im Himmel hier von Licht zu Lichte

Vernahm ich, was,falls ich es wiedersage,

wird vielen zum gepfefferten Gerichte”

Bei diesem Verse aus dem 17.Gesang Dantes im Paradiese

wird auch Stefan Dürr noch klar

Das die Siebte Sphäre bei Dante nicht die letzte war.

Imagine all the people: küssten Faschisten, könnten sich treffen

jetzt erst mal zum Herz-Jesu-Freitags-Gottesdienst im Dom zu Köln

oder in der unabhängigen Rebublik VANUATU

Frauen kochen, Männer pro-dozieren?

Nighnteesbitch statt Solingen und Mölln?

Verhältnisse-Tanzen die französische Revolution

mit Arendt-Bücherwissen simulieren

Im Abschlusssegen aus dem Dom erklingt:

“Die dich verworfen und verhöhnt, hast du im Tod versöhnt”

Jesus Schmerzensmann, die heilige Geistkraft

die in Ichenhausen und Vanuatu im Hören gründet

hat dich gekrönt.

Bild Jennifer Rösch

Die SPD-Lena sagt mit dem Propheten Joel: “Zerreißt eure Herzen nicht eure Kleider” ich hab des Propheten kurzes Buch gelesen.

Leider hat Neid viele Kleider und Sch.neider

denn Dante war Geheimrat bekindert und verheiratet, für manche leider?

Andante Politik, Bewegung… “der Schmerzensmann, er rühret unsre Herzen an, auch wenn sich die Ökumene an diesem Fasten-Wochen-Ende mit dem Vater-Mutter noch nicht ganz leicht getan…

(Gedicht morgens im einsamen weißen Schnee ohne fließende Quellen begonnen, am Abend durch Lenas Bildefeuer und Bibeltreue vollendet und ihr dem Gemeinsamen Kunst-Wollen zuliebe an die Pinnwand gehauen,TiThTemperamente, Erweitert während des Herz-Jesu-Gottesdienstes am Samstag nach dem Herz-Jesu-Sonntag im bibel.TV)

Wir sind dann mal Baden und DU?

Was im Donau-Fluss auf der Agenda war

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Das internationale Forscherteam vom ulmer Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoffforschung hatte ein rund um stimmiges Boot mit Kostümen und Kompetenz zu ihrem Thema der Datensauger im Internet

Nach einer Schwörrede des Ulmer Bürgermeisters Czisch, die den Zusammenhalt in Ulm historisch gegründet in die Zukunft fortschrieb, freuten sich die Menschen längst der Donau auf ein regenfreies Nabada. 60000 Menschen wurden entlang der 7 Kilometer langen Nabada-Strecke erwartet.Als Czisch den historischen Schwur: „Armen und Reichen ein gemeiner Mann zu sein“ auf den Balkon des Schwörhauses ableistete, war vom Regen des Vortages unter dem das Münsterkonzert von Dieter Thomas Kuhn litt schon nichts mehr zu spüren. Und das unverwechselbare Zentrum, welches er sich für die Ulmer Innenstadt wünschte entspann sich schon von Mittag an an den Donau-Ufern. An der Neu-Ulmer Seite zwischen Edwin Scharff Haus und Klinik, hatten die 15 Themenboote geankert. Eine in Gold badende Piratenkrake und ein Schild:Datenkrake Nimmersatt 4.0 zogen die Leute zu sich. Kreiert wurde das durch zwei Zillen auf dem Wasser getragene Themenboot von Mitarbeitern des Zentrums für Sonnenenergie und Wasserstoffforschung in Ulm. Die Materialien für die Boote seien von der Stadt finanziert, eröffnete Philipp.20 haben mitgeholfen, zehn passten nur auf das Boot. Dazu kämen zwei die die traditionellen ulmer Zillen lenkten und antrieben. Sie hätten das Thema gewählt, da es polarisiere und gut darstellbar sei. „Ich bin aber selbst aus Facebook ausgetreten, da ich es geschäftlich nicht brauche, gibt der Ulmer preis.Das Facebook Daten an Cambridge Analytica verkauft habe sei ein Vertrauensbruch gegenüber seinen Kunden, der schwer wiege, meint Philipp. Christian bringt noch größere Zusammenhänge in die entspannte Unterhaltung beim mittäglichen Grillen ein. Regime wie die DDR, hätten früher auf Teufel komm raus versucht Daten ihrer Bürger zu bekommen. „Heute stellen die Leute ihre Daten umsonst ins Internet; in einem nie dagewesenen Ausmaß!“ Für ihn habe Facebook, auch seine Vorteile, man sehe die ganzen Leute und wie sie ticken,käme aber Mal ein anderes Regime an die Macht könnten die Daten schlimmstenfalls aber auch zur sozialen Ächtung und Zerstörung einzelner Personen verwendet werden, so Christian.

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Kritisch angeschaut aus der hochgelobten Vernetzung  eine Verstrickung in soziale Medien wie  Instagramm und Whatsapp und  Facebook

Der Titelverteitiger setzte früh auf Special Effects

Das Boot nebenan,erzählt eine fröhliche Manuela, ist der Titelverteidiger der Themenbootabstimmung der Südwestpresse. „Darüber hinaus wir die letzten vier Jahre hintereinander gewonnen“, freut sich Manuela noch mehr. „Wir haben früh auf auffallende, schaukelnde oder sich drehende Elemente gesetzt, zeigt sie auf das Boot mit der Aufschrift Fan-Attack-Ulm. Werbung ist auf dem Wasser verboten, aber Manuela gehört zum Fan-Club der Basketballer von Ratiopharm Ulm. Nach dem Mittagessen und dem schätzungsweise dritten Bier, mutiert die lauschige Grillwiese auf Neu-Ulmer Donau-Ufer Ufer mehr und mehr zu der beim Nabada so heißgeliebten dichten Fankurve für die Aktivisten des Nabada. Diese laufen mit einem Boot wo sonst der Kopf ist Richtung Iller-Brücke. Sie werden nachher das feucht-fröhliche Vergnügen angefeuert von den Blasmusik-Booten anführen. Das hier ist wie ein Karnevalsumzug in Köln nur eben auf dem Wasser versucht Manuela, das anhebende Treiben einem der zahlreichen Zugereisten zu erklären.Ein Musikschiff im schwarz-weiß der Ulmer angestrichen schunkelt fröhlich und tönt schmissig, so dass einem das Bier noch viel besser hinunterläuft.

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Ein Partyschiff kenterte leider wegen Überlast

Integrativ, intensiv, intergenerational

Die meisten sitzen unkompliziert auf ihrem Pulli auf dem etwas feuchten Boden, manche haben Decken dabei, viele Bier. An den aufgebauten Ständen an der Uferstraße gibt es leckere Veggi-Bürger, Bier, Eis, Cafe, alles was das Sommerherz begehrt, auch die Toiletten sind gut ausgeschildert und gepflegt. Integrativ: Es gibt extra für Senioren der AWO reservierte Bierbänke.Die Doppel-Stadt kann Volksfest. Dann ist es Schlag 16.00 Uhr soweit, die Dellmensinger Musikkapelle, zieht mit ihrer Marschmusik den bunt-spritzenden Frei-Baderzug, bestehend aus Flamingos, Schlauchbooten, Einhörnern und einem eifrigen Ensemble sich gegenseitig nass machender Nabader nach sich.Alles schreit, alles jauchzt alles tobt. Die ersten Impulse sich auch hineinzumischen ins fröhliche Nass kommen auf. Als schon einige Kilometer bunt-stiebende Boote vorübergebadet sind legt das erste Themenboot: 100 Jahre Freistaat und zurück ab.  Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ist hier gemeinsam mit König Ludwig dem II. abgebildet. Gemeinsam mit dem Themenboot: Bombenstimmung in Neu-Ulm, und dem geplanten Nuxit, assoziierte man eine durch absolutistische und kleinstaaterische Avancen bedrohte Demokratie.Wer an diesem Tag nach München sah, fühlte sich in diesem Gefühl und der Dankbarkeit für wachsame Bürger bestätigt.

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Junge und Alte, schwarze, braune und helle waren an diesem Schwörmontag im Boot

Insektensterben und Schiffbruch: alles ist im Fluss

Mit dem jetzt ablegenden Boot „Schluss mit Honig-R.I.P Maya und seiner abgefeuerten Luftschlangensalve, gewann das Spektakulum wieder die Oberhand. Dafür stand auch eine abenteuerliche pokalartige Bootskonstruktion, die es vermochte eine rote Rutsche zu tragen.Hier stand bezeichnender Weise nebst einer Deutschlandflagge geschrieben: „Mir wissad gar et wo mr sand, wo san mir eigentlich?“, leider kenterte das Boot später aus Überladung. Diesmal in Krakenform hob das Boot 22 wiederum die Problematik des Internets, auf die fließende Agenda. Wie eine Krake sei der Mensch in den virtuellen Fängen des Internets, heiße es Whatsapp, Google oder Facebook gefangen suggerierte das Boot. Und auch das Insektensterben war zwei mal auf der Donau auf dem Boot 28 hieß es lapidar und medienwirksam: Insektensterben.Wir sind dann man weg.Jetzt konnten sich die ersten am Ufer sitzenden Menschen nicht mehr halten und übergaben sich teils mit Unterhose und Top den, wenn auch nur von den Nabadern aufgewirbelten Flütchen.Kein Wasser auf die Zuschauer prankte es rot-weiß von den Brücken. So manche Wasserbombe traf aber trotzdem am Ufer auf. Und der niedere Wasserstand des europäisches Stromes lud auch solche zu ihrem ersten Hinunterbaden ein, welche bisher dachten die Donau sei ein 20 Meter tiefer reißender Strom, der sie nicht ins Vergnügen sondern in den sicheren Tod ziehe. So war es nicht vielmehr lernte man von der Maschinenbau-Studentin Mona das ein laminarer Fluss ein stetiger sei. Und das sie und ihre aus Kempten stammenden Kommilitonen, von der Last einer Prüfung befreit beeindruckt seien, welche Menschenmassen sich in Ulm für solche verückten Aktivitäten mobilisieren lassen würden. Die Kemptener beschwerten sich nur über den Bierpreiszuschlag zum „Ulmer Feiertag“. Kurzerhand schickten sie aber jemanden aus um einen halben Kasten Bier zu kaufen.Auch zwei von ihnen ließen sich hinreißen, ohne Wechselsachen in die Donau zu steigen. Sie waren aber positiv überrascht von Wassertemperatur und Wasserqualität.Am Ende als die Boote immer weniger wurden. Hörte man schon den Sound der Bühnen am Ulmer Ufer herüberschwappen. Die sozialbewussten jungen Leute gaben ihren Kastenpfand einem Flaschensammler, räumten ihren Müll auf und zogen der Musik nach von dannen. Willkommen Kultur.

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80 % der Insekten sind mittlerweile durch menschlichen Einfluß ausgestorben, gut das die Leute noch Humor haben, selbst und gerade bei solchen dunklen Kapiteln der Menschheitssamkeit

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Das letzte Einhorn und der rote Stier treiben Donauaufwärts Richtung Günzburg.60 Jahre CDU/CSU und jetzt Wahl-O-Mat und DU?

B-Innendrinnen

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Kirchplatz Blaubeuren: Installation und Erstellung vom Banjo-Mann von “Brekkies Inn”

Bei der Ausstellung unter freiem Himmel in Blaubeuren, nach einer viertel Stunde übellaunigen Da-Seins, während des stillen Gewahrens eines von heiterer Hand gemalten Orange:

Was ihr in euch drinnen habt,

und was mir selbst im dunklen Tal

noch eine Farbe gibt,

die selbst in mir sein kann

ein Bisschen außer Schwarz

Ihr Sänger, Zeichner und Texter nehmt Hartz,

Ihr Bildhauer und Architekten wir brauchen einen andern Arzt

Was ihr in euch drinnen habt,

den Schock, die Schalheit und den Schmeichel

die machen euch ereignishaft, doch sparn sie keinen Leck vom Speichel

Was ihr in euch drin habt dafür ist mein Gebet

Das ihr euch gebt und nicht auslebt

Diese Schalheit, diesen Schock, diesen Schmeichel

das ihr ihn aushaltet und nicht wieder als euren

Ausdruck in die Welt entfaltet

Es interessiert mich nicht welch schöne Höhlen ihr grabt

Ihr habt nichts gegeben, wenn ihr euch nicht selbst gegeben habt

Es ödet mich an wie ihr eure Selbste auf Bühnen begrabt

die Bühnen begrabt

inselbegabt, einfach genommen,

schwierig geworden

Kurz vor dem Ermorden

Orden um Orden um Orden

Ich bete für die der Welt Überdrüssigen

das sie erhört bleibn von dem Überschwingen

das die Materie nicht greift

Was in euch drinnen ist,

und nicht von euch stammt,

gebt es zurück,

teile deinen Code zum Glück

Wenn ihr dies dann tut

und ihr darin geruht

mach ich zum Singen,

Malen und Texten euch Mut

Innendrinnen wie außendraußen

ist dann all Es wieder gut (01.07.2018)

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Martina Reichmann mit etwas Orange

Überschrift geändert nach Genuß des Textes von “Der Hafen”, Stefan Weidner,Operation Transformation[?])

NIX VON DOhannarom?